Im Wind wehende Regenbogenfahne

Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Kaum zu glauben, aber erst heute vor 27 Jahren, nämlich am 17. Mai 1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen zu streichen. Dieser Tag wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

Ganz schön spät, werden Sie jetzt denken, aber der so genannte „Schwulen-Paragraf“ 175, der homosexuelle Kontakte in Deutschland unter Strafe stellte, wurde sogar erst 1994 gestrichen.

Gegen Homophobie und Vorurteile

Auch wenn im Kampf gegen Vorurteile schon Einiges erreicht wurde und Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender deutlich öfter im Alltag wahrgenommen werden, als dies vor einigen Jahren noch der Fall war, so werden Homosexuelle in vielen Ländern immer noch verfolgt, inhaftiert und sogar hingerichtet. Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung findet noch tagtäglich statt.

Von einigen Städten und Gemeinden wird dieser Tag mit dem Hissen der Regenbogenfahne begangen, um so auf ihn aufmerksam zu machen. Das europäische Parlament debattierte am Vorabend des Gedenktages über die Berichte von unabhängigen russischen Medien und Menschenrechtsorganisationen über Gewalt und Hassverbrechen gegen homosexuelle Männer in Tschetschenien.

„Homophobie gegen Transgender“ – Transphobie

Übrigens wurde im Jahr 2009 die sogenannte Transphobie inhaltlich dem Gedenktag hinzugefügt. Transphobie bedeutet gegen transidente, transgender oder transsexuelle Personen gerichtete Vorurteile, Aggressionen, Ekel oder irrationale Angst vor ihnen, oder ihren Lebensweisen zu haben, sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.
Seit 2015 ist auch Biphobie dem Namen hinzugefügt worden. Dabei bezeichnet Biphobie die Angst vor, Diskriminierung von oder Hass gegen Bisexuelle.

Fotohinweis: Bild von torbakhopper unter der CC 2.0 Lizenz

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